Offener Brief an Oberbürgemeister Holzwarth

09.02.2022
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth,
 
in den letzten Tagen haben die Winnender Bürgerinnen und Bürger Post von Ihnen erhalten. In dem Schreiben informieren Sie die Bevölkerung über die Vorteile der „Covid-19-Schutzimpfung“ und sprechen eine Einladung zu dieser aus. Aus Ihrem Informationsschreiben ergeben sich für uns und zahlreiche Menschen, mit denen wir zu Ihrem Brief im Gespräch sind, noch Fragen.
Wir bitten Sie daher um genauere Darstellung der von Ihnen beschriebenen Sachverhalte und um Antworten auf folgende Fragen:
  1. Worauf bezieht sich Ihre Aussage zur Ansteckungsgefahr durch die Omikron-Variante und in welchem Zusammenhang sehen Sie die darin liegende „große Gefahr“?
  2. Zu welchen Folgen kann es trotz einer geringeren Sterblichkeitsrate im Falle der Infektion durch die Omikron-Variante „für Klinikpersonal und alle Patienten und Patientinnen, auch mit anderen Erkrankungen“ kommen?
  3. Zum besseren Verständnis bitten wir Sie als Mitglied des Aufsichtsrates der Rems-Murr-Kliniken um Auskunft, wie viel Omikron-Fälle derzeit in den RMK stationär liegen. Wie viele davon liegen auf Intensivstation? Wurde bei diesen Patienten untersucht, ob sie mit oder an Covid-19 erkrankt sind und bezüglich welcher Erreger wurde die Differentialdiagnose dazu vorgenommen?
  4.  Wie ist die derzeitige Intensivbettenauslastung in absoluten Zahlen und wie viele Intensivbetten halten / hielten die RMK im Januar 2022 und zum Vergleich Januar 2020 vor?
  5. Inwieweit leistet der Bürger mit der „Covid-19-Schutzimpfung“ einen Beitrag dazu, seine eigene Gesundheit zu schützen? Bitte nennen Sie uns Ihre Quellen und die Ihnen zur Verfügung stehenden Daten zu Nutzen und Schaden der „Covid-19-Schutzimpfung“, aufgeteilt in verschiedene Altersgruppen. Wie senkt die „Covid-19-Schutzimpfung“ das Risiko der Infektion des Einzelnen in relativen und absoluten Zahlen im Vergleich zu Ungeimpften?
  6. Welche weiteren Möglichkeiten gibt es neben der „Covid-19-Schutzimpfung“ zum Schutz der eigenen Gesundheit? Bitte nennen Sie uns diese, soweit bekannt und die dazugehörigen medizinischen Untersuchungen und Daten.
  7. Hat sich seit Einführung der Impfung das Krankheits- und Sterbegeschehen verringert? Welche Quellen und Daten bringen Sie zu Ihrer Einschätzung, die “Covid-19-Impfung“ diene dazu, „gemeinsam solidarisch die Pandemie zu bekämpfen“? Bitte nennen Sie uns die entsprechenden Daten und Quellen, die im Hinblick auf Krankheits- und Sterbegeschehen während der Pandemie (auf Altersgruppen bezogen) Ihre Schlussfolgerung zur Pandemiebekämpfung stützen
  8. Welches „Risiko“ bleibt für ungeimpfte Menschen „sehr hoch“? Worauf bezieht das RKI diese Aussage und welche Daten stehen dazu zur Verfügung? Bitte nennen Sie uns diese unter besonderer Berücksichtigung der jeweiligen Altersgruppen und der Differenzierung von „an“ und „mit“ Covid-19 erkrankten und verstorbenen Menschen.
  9. Sie beschreiben eine „viel zu große Impflücke“. Welches Verhältnis von Geimpften zu Ungeimpften streben Sie für die Gemeinde Winnenden an und welches Ziel möchten Sie damit erreichen? Berücksichtigt Ihr Maßnahmenansatz allein das Gesundheitsgeschehen in Bezug auf die Pandemie oder haben Sie langfristig den gesamten Gesundheitsstatus der Bevölkerung im Blick? Beziehen Sie bei Ihrer „Einladung zur Covid-19-Schutzimpfung“ die eventuellen gesundheitlicher Schäden und Spätschäden, verursacht durch die „Covid-19-Schutzimpfung“ mit ein unter Beachtung der Schadensmelderegister von PEI, EMA und VAERS?
  10. Impliziert Ihre Aussage, dass geimpfte Menschen eine Infektion mit der Omikron-Variante „in der Regel gut überstehen“, dass dieser Sachverhalt bei ungeimpften Menschen anders ist? Bitte nennen Sie vergleichende Studien über den Krankheitsverlauf und die Schwere der Krankheit durch eine Omikron-Infektion bei geimpften und ungeimpften Menschen.
  11. Sie laden mit Ihrem Schreiben explizit alle Bürgerinnen und Bürger, auch die unter 12 Jahren, zur „Covid-19-Schutzimpfung“ ein. Inwieweit ist dieses persönliche Vorgehen im Hinblick auf das Heilmittelwerbegesetz abgedeckt? 

Die in Ihrem Schreiben angeführten Medikamente von BioNTech, Moderna und Johnson&Johnson haben bisher von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA nur eine bedingte Zulassung erhalten. Bisher wurden derart eingeschränkt zugelassene Medikamente nur für den Gebrauch an bereits erkrankten und geschädigten Menschen zu deren medizinischer Behandlung zugelassen. 

Mit den „Covid-19-Impfstoffen“ werden erstmals Medikamente mit einem völlig neuen und Gen-basierten Wirkmechanismus an Milliarden von gesunden Menschen erprobt. Dieser Umstand der experimentellen Behandlung gebietet ein besonders sorgfältiges Abwägen von Nutzen und Risiko für die Menschen. Jede Bürgerin und jeder Bürger der Gemeinde Winnenden, der Ihren Brief erhalten hat, soll in der Lage sein, eine begründete Entscheidung zur „Covid-19-Schutzimpfung“ nach Abwägung aller Vor- und Nachteile für sich und die Allgemeinheit zu treffen. 

Darum rufen wir Sie dazu auf, Ihre Informationen zur „Covid-19-Schutzimpfung“ durch die Beantwortung der gestellten Fragen und das Vorlegen entsprechenden Datenmaterials in einem weiteren Brief an die Bevölkerung der Gemeinde Winnenden und durch dessen Veröffentlichung im „Blickpunkt“ zu vervollständigen, damit jeder Einzelne diese persönliche medizinische Entscheidung von großer Tragweite fundiert und mit umfassenden Informationen durch den empfehlenden Oberbürgermeister treffen kann.

Der Kreisverband Rems-Murr der Partei „dieBasis“
Ortsgruppe Winnenden im Kreisverband Rems-Murr der Partei „dieBasis“




 
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