Kundgebung für Artemisia Annua in Waiblingen am 02.06.2022 auf dem Alten Postplatz

 
Ein Beitrag von Birgit Rogert-Maha
 

Als Antwort auf die am 11.05.2022 durch Landrat Dr. Sigel erwirkte zum Teil dreistündige Haus- und Geschäftsdurchsuchung bei dem Gründer und Geschäftsführer von anamed e V. Dr. Hans-Martin Hirt und bei der Geschäftsführerin von teemana Dr. Irina Baumann, fand am Donnerstag, den 02.06. 2022 um 16:00 Uhr in Waiblingen auf dem Alten Postplatz eine Kundgebung statt. Direkt vor dem Landratsamt fanden sich zwischen 100 und 130 Unterstützer, Gleichgesinnte und Interessierte ein. Die Veranstaltung dauerte ca. eine Stunde.

Das Publikum war gemischt. Von Jung bis Alt, Familien mit Kindern, Ehepaaren mit Hunden war alles vertreten. Einige hielten Plakate in den Händen, wie z. B. „Kinder impfen, aber Heilkräuter verbieten. Noch Fragen?“, „Im Landratsamt sterben Menschenrechte – Pharmalobby dankt“  oder „Artemisia aus China willkommen, aus Deutschland verboten“, „EU Kommission – EU-Korruption“ oder auch „ Herr Landrat: illegal leben oder legal sterben?“. Herr Dr. Hirt kommentierte die Schilder, anhand derer er den Widersinn und die Widersprüche bei Vertrieb, Verkauf und Einsatz der Heilpflanze in Deutschland erläuterte. Neben der Schilderaktion waren verschiedene Redner zu hören.


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Kundgebung für Artemisia Annua in Waiblingen am 02.06.2022 auf dem Alten Postplatz
Abbildung: 
© Helga Weller

 

Zuerst sprach RA Eisenhart von Loeper. Er hat Jahrzehnte erfolgreich für die Aufnahme des Tierschutzes im Grundgesetz gekämpft und machte deutlich, warum er sich auch für Anamed und teemana gemeinnützig einsetzt: Es sei widersinnig, eine seit Menschengedenken genutzte Heilpflanze als „neuartig“ einzustufen und „unantastbare“ Menschenrechte sowie den Vertrauensschutz für höchste Auszeichnungen des Landes und dessen frühere Entscheide zu konterkarieren.

Als nächstes konnten die Versammelten einen Erfahrungsbericht von Herrn K. hören. Er leidet seit einem Jahr an Krebs und hat mit Artemisia Annua positive Erfahrungen sammeln können. Auch vor seiner Krebserkrankung hat er regelmäßig Artemisia-Salben bei Hautleiden mit hervorragendem Erfolg angewandt. Seit seiner Krebserkrankung ist er auf Artemisia angewiesen, denn diese Heilpflanze hat ein Wachstum bzw eine Streuung der Krebszellen verhindert. Seit der Versiegelung des Heilpulvers in den anamed-Geschäftsräumen im letzten Monat hat er allerdings keinen Zugang mehr zu diesem lebensrettenden Heilmittel.

Raoul-Yannic Schmid-Schickhardt, ein junger Mitarbeiter bei anamed e. V. fragt sich, warum man in dieser krisengeplagten Zeit eine Lösung für Krankheiten durch komplizierte Rechtswege und Rechtsprechung nicht zulässt. Warum darf man Menschen, die in Not sind und für die man eine Rettung in Händen hält, nicht einfach helfen? Warum wird so etwas verboten? Er hofft, dass es in der Politik bald einen Wandel gibt und die Heilpflanzen bei den politischen Entscheidungsträgern mehr Akzeptanz finden. Täglich schreiben ihn Menschen aus aller Welt an, die an Krankheiten leiden und auf die Heilkraft der Artemisia hoffen.

Zum Ende der Veranstaltung lud Hans-Martin Hirt die Anwesenden zu einem Vortrag über Artemisia Annua und den Aufbau von Arbeitsgruppen nach Winnenden  ins Christophorus-Haus ein.

Wer sich in dieses Thema vertiefen möchte oder mehr über den Verein anamed e. V. erfahren möchte, findet auf der Homepage unter https://anamed.org viel Lesenswertes und Wissenswertes.